Samstag, 29. Juni 2013

Biel-Twannbachschlucht


In Biel besteigen wir die FUNIC Seilbahn nach Magglingen und ersparen uns somit rund  450 schweisstreibende Höhenmeter.
Wir wählen den alten Kurhausweg in Richtung Twann, sanft steigt ein breiter Waldweg entlang der Bergflanke. Eine weitere, leicht längere  Variante würde über die Hochmatt führen.  
Mehrheitlich führt der gemütliche  Weg durch den schattigen Jurawald, dann über die Magglingenmatte und nach knapp zwei Stunden erreichen wir bereits das Feriendorf Twannberg.
Vom Twannberg bis Les Moulins verlieren wir bereits die ersten 100 Höhenmeter, der Weg ist ein wenig "knorrlig" durch die Steinbefestigung. In Les Moulins führt ein Höhenweg weiter nach nach Prêles und Lüscherz.
Unser Ziel ist die Twannbachschlucht, und da treffen wir bereits auf die La Duanne, die die schöne Schlucht erschaffen hat; dem friedlichen Bächlein würde man die enorme Kraft eigentlich gar nicht zutrauen.
Die "Chempen" sind schon von ganz ordentlichem Format....
... und schon fallen die ersten Wasser tosend über die Felsen
Die gelungene Wegführung  aus dem Jahre 1890 erlaubt wundervollen Einblicke....
... ganz nahe am Geschehen, rechst sind die moosbewachsenen Stufen des Schluchtwegs erkennbar.
Eng wird die Schlucht und mächtig die Gesteinsformationen ....

.... und immer wieder tosendes Wasser das in kleine Seen fällt ....
.... abwechslungsreich, vielfältig - mit unendlich vielen kleineren und grösseren Wasserfällen, jeder als solches ein Wunderwerk der Natur.
Eine speziell eindrückliche und erlebnissreiche Schlucht, die sich natürlich dem Wanderer - der den Berg durch die Schlucht erklimmt- besonders eindrücklich präsentiert. Doch etwas bequemer ist wohl unser Wegvariante und mit vermehrtem Innehalten  gibt die Schlucht ihre Einmaligkeit auch in dieser Richtung preis.
Welch starker Szenenwechsel, am ende der Schlucht das Winzerdorf Twann und der weite Bielersee. Wenn das nicht eine Einladung zu einer ergänzenden Schifffahrt ist.
Vom Wasser her ist es kaum zu erahnen, was sich in diesem unspektakulär aussehenden bewaldeten Hang alles verbirgt.
Ein Blick auf die Petersinsel....
... und schon zeigt sich das Historisches Städtchen Erlach.
Das Schiff bringt uns wieder zum Ausgangpunkt in Biel, vorbei an den Rebhängen und Rebdörfen, im Bild das Kirchlein von Tüscherz.

  Eine einfache, gemütliche Wanderung von ca. drei Stunden mit einem besonders erlebnisreichem Schluchtweg. Rückfahrt mit Schiff oder Bahn nach Biel.
Neben den vielfältigen, für die Jurahöhen typischen, Blumenwiesen sind die Türkenbundlilien (Lilium martagon)  und eine  nicht sicher bestimmte Art (Gemeine Hohlzahn (Galeopsis tetrahit?) besonders aufgefallen. In den Waldpariene sind noch der blaue Rittersporn und die ersten rauhaarigen Glockenblumen zu beobachten.

Kommentare:

  1. Wow! Da müssen wir auch mal laufen - tolle Bilder von einer tollen Tour. Schluchtwege haben was magisches. Die Tulpe ist eine Türkenbundlilie?

    Liebe Grüße - ♥ Monika mit Bente

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Monika und Bente,
      Wir lieben die magischen Momente in den Schluchten sehr und lassen uns gerne davon verzauben. Ja - die auf dem *Kopf stehende Tulpe" ist eine wilde Türkenbundlilie, die kommen in den Buchenwäldern der Jurahöhen wild vor und ich habe eine ganz besondere Schwäche für sie.
      Liebe Grüsse in den Norden von Juralibelle und Ayka

      Löschen
    2. Hallo - ich habe schon wieder geguckt - würde gerne nun den Rücksack packen ...
      Komme bestimmt noch mal wieder - Monika

      Löschen
    3. Hallo Monika- wir auch, doch im Moment sind die Temperaturen noch zu hoch, so in ein, zwei wWochen solls wieder auf eine grössere Wandrung gehen.
      Herzliche Sommergrüsse von Juralibelle

      Löschen